32. Nettetaler Stadtmeisterschaft für Menschen mit Behinderung

Zum bereits 32. Mal wurden die Nettetaler Stadtmeisterschaften für Menschen mit Behinderung ausgetragen. Organisiert werden die Wettkämpfe von der Behinderten Sportgemeinschaft Nettetal e.V. und dem TV Breyell. An 6 Stationen gilt es unterschiedliche Herausforderungen zu bewältigen, wobei manches deutlich einfacher aussieht als es tatsächlich ist.
Am besten lässt sich das beurteilen, wenn man einfach mal selbst aktiv wird, wozu Besucher jedes Jahr herzlich eingeladen sind. In die Wertung der Stadtmeister gehen aber nur die Sportler ein, die eine Behinderung von mindestens 20 v.H. nachweisen können.

Anstatt nur Fotos zu machen, wie in den letzten 2 Jahren, habe ich mich mit einem Laufzettel ausgerüstet als erstes beim „Ringe schießen“ eingereiht.

Bild: Stadtmeister 2018

Gummiringe sollen dabei mit einer Art Besenstil in ein Feld gestoßen werden. Die aufgemalten Felder bedeuten unterschiedliche Punktzahlen. Bis ich den Dreh richtig raus habe liegen schon viele Ringe in der Bahn und versperren den Weg zu den lukrativen Punkten. Auch wenn meine Leistung als ganz gut von den Betreuern beurteilt wird, sehe ich zu wie der zukünftige Stadtmeister scheinbar mühelos sicher doppelt so viele Punkte sammelt.

Besser läuft es für mich beim Weitwurf. Mit einem Hang zum Ballsport liegt mir das und ich kassiere volle Punktzahl. Gleich bei der nächsten Übung geht es wieder ums Werfen, diesmal aber muss ein leichter Ball gezielt in Körbe platziert werden, was sich als gar nicht so einfach herausstellt. Zu viel Kraft und zu wenig Gefühl bedeuten einen von sechs möglichen Treffern für mich.

Auf dem Weg zur vierten Station komme ich mit Jürgen ins Gespräch. Aus einer Floskel zum Fußball wird ein Fachgespräch über Basketball. Ich sehe Jürgen ist besser informiert als ich.
Bevor ich in den Rollstuhlfahr-Kurs gehe bekomme ich eine Einweisung und eindringliche Hinweise, wo ich meine Finger lassen soll. Mit schnellen Beschleunigungen geht es los, die Kurven und Drehungen benötigen wiederum einiges Geschick und zwischendurch merke ich wie meine Finger verdächtig nahe in Richtung Speichen abgleiten. Da kommt mir der Hinweis wieder in den Sinn ...

Bei der vorletzten Station geht es bäuchlings auf einem Rollbrett wieder um Stangen und Kegel herum. Hier kann ich ein paar Punkte gut machen.

Zuletzt noch eine Art Eisstockschießen auf dem Trockenen. Mit den Kegeln müssen Metallplättchen getroffen werden. Leider ist das Treffen der Plättchen genauso einfach oder schwer wie die Lücken dazwischen zu treffen. Der Parkour hat wirklich Spaß gemacht, aber selbst wenn ich in der Wertung wäre, würde ich wahrscheinlich irgendwo im Mittelfeld landen.

Vor der Siegerehrung stärke ich mich mit leckerem selbstgebackenen Kuchen in der Cafeteria. Danach nehme ich von Bürgermeister Christian Wagner meine Teilnehmerurkunde entgegen und verfolge die Siegerehrung der Stadtmeister, die sich vom Publikum zurecht feiern lassen.

Für mich – und sicher auch für die anderen Teilnehmer und Zuschauer – war es ein toller Nachmittag. Der Bürgermeister schließt mit dem Hinweis, dass er die Stadtmeister ja Ende des Jahres zur Sportlerehrung 2018 erneut sieht und dass er sich bereits auf das nächste Jahr mit 33. Stadtmeisterschaft freut.

Da kann ich mich nur anschließen!

Die Stadtmeister 2018

Kinder

  1. Sophie Janßen

Jugendliche

  1. Cederic Notz

Damen

  1. Lucie Houben
  2. Nina Wiese
  3. Eva Veith

Herren

  1. Sebastian Keggen
  2. Ulli Lorley
  3. Bodo Brodesser

Impresionen